Hier meine gesammelten Weisheiten. Diese gelten natürlich nur für mich, siehe Haftungsausschluss 😉
- Wenn jemand 1:9 „Balun“ sagt, meint er eigentlich einen „Unun“
- FT8 ist eine Dauerstrichbetriebsart. D.h. die thermische Dauerbelastung von Antennentuner, Koaxialkabel und Antenne ist bei Dauerstrichbetrieb deutlich höher als bei SSB-Sprachbetrieb. Komponenten, die für eine bestimmte PEP-Leistung in SSB ausgelegt sind, dürfen bei FT8 nur mit etwa einem Fünftel dieser Leistung betrieben werden.
- Bei den meisten Leuten heißt Stehwelle: Auf der Leitung stehen! Mit anderen Worten: Die Stehwelle oder genauer, das Stehwellenverhältnis (SWR) ist nicht mehr aber auch nicht weniger als „ein Maß für die Übereinstimmung des Leitungswellenwiderstandes mit der Impedanz einer an diese Leitung angeschlossenen Last“. Der Rest ist reiner Mythos.
- Auf UKW/VHF geht es relaxter zu, als auf Kurzwelle. CQ rufen und Rufzeichen buchstabieren kann man offenbar tun, muss man aber nicht. Irgendwann kennt man auch die Leute und spricht sie mit Vornamen an. Scheint also auf diesen Bändern etwas mehr CB-Funk ähnlich zuzugehen wobei „break“ rufen auch hier nicht „en vogue“ ist.
- QSL Karten Versand ist für den einzelnen Funkamateur (meist) kostenfrei. Ich kann meine jedenfalls einfach dem QSL Manager vom A22 OV geben. Bei mir ist das der Jochen und der schleppt jeden Monat geschätze 2-4 Tonnen Karten hin und her weil der OV so fleißig QSOs sammelt.
- PL-Stecker sind nicht wasserdicht. Muss mit selbstverschweißendem Isolierband abgedichtet werden.
- Antennen sind immer Dipole. Im Zweifel ist der andere Pol entweder das Gegengewicht, die Erde oder das Koaxkabel (gewollt oder ungewollt). Den Teil des Koaxkabel welches nicht Teil der Antenne sein soll, mit einer Mantelwellensperre von dieser „trennen“. Gerade bei End Feds wichtig!
- Digitale Betriebsarten auf UKW/VHF (2m/70cm) sind oftmals vertikal polarisiert. Sprache dagegen ist immer horizontal polarisiert sonst müsste ich mein Handfunkgerät ja ständig waagerecht halten.
- Portabelbetrieb meint: Irgendwo in der Natur seine mitgebrachte Funkanlage aufbauen und nutzen (SOTA, POTA, COTA, GMA). Mit „Mobil“ meint man hingegen Funken im Auto. Das war mir am Anfang nicht ganz klar. Damit sind mit „Mobilantennen“ in erster Linie Antennen fürs Auto gemeint. Portabel Antennen hingegen für den Einsatz z.B. beim Berg- oder Burgenfunken.